Sonntag, 30. November 2008

Schwäbische Spätzle (Grundrezept)

2 Portionen Hauptspeise
4 Portionen Beilage

Zutaten:
250g Mehl
5 Eier (mittelgroß)
ggf. 1 gestrichener Teelöffel Salz

oder

250g Mehl
3 Eier (mittelgroß)
1/2 Tasse Wasser
ggf. 1 gestrichener Teelöffel Salz

Zubereitung:
  • Zutaten mit einem Rührgerät (Knetarm) zu einem zähen Teig schlagen bis er Blasen wirft.
    Wer's zünftig möchte, benutzt einen Kochlöffel.
    Ggf. vorsichtig Wasser zugeben, bis die Konsistenz passt. Eier können durch Wasser ersetzt werden.
    (Mengenangaben für die Spätzlepresse! Verwendet man ein Spätzlebrett mit Schaber, darf der Teig etwas flüssiger sein.)
  • Teig etwas ruhen lassen.
  • Salzwasser zum Kochen aufsetzen. Wenn der Teig ohne Salz zubereitet wurde, Wasser reichlich salzen!
  • Etwas Öl im Wasser verhindert das Zusammenkleben der Spätzle.
  • Wenn das Wasser kocht Spätzlepresse bis 3cm unter den Rand mit dem Teig füllen und den Teig langsam und mit mehreren Unterbrechungen ins sprudelnde Wasser pressen. Dabei die Presse etwa 20cm über dem Topfrand halten.
  • Spätzle vorsichtig auflockern,
  • sobald sie an die Oberfläche steigen abschöpfen, und in einen Topf mit warmen Wasser warm halten.
  • Wiederholen bis der Teig verbraucht ist.
  • Spätzle in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Siehe auch: http://www.spaetzle.de/
Meine Lieblingspresse: KULL Spätzle-Schwob
Der Spätzle-Fix ist besonders gut gelungen. Damit gelingen Spätzle wie handgeschabt.

Dienstag, 25. November 2008

Gorgonzolasauce

Portionen:3-4
Dauer: 15 Minuten


Zutaten:
  • 1/4l Schlagobers
  • 2 Stk Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250g kräftiger Gorgonzola (Österkron, Bavaria Blue, ...)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1/8l Weißwein
  • ggf etwas Mehl (griffig)
  • Kräuter (zB Oregano, Thymian)
Zubereitung:
  • Zwiebel und Knoblauchzehe schälen, fein hacken, und
  • in Öl kurz anbraten.
  • Mit Weißwein ablöschen, etwas reduzieren.
  • Schlagobers zugeben,
  • Gorgonzola (gewürfelt oder zerdrückt), unterheben und schmelzen lassen.
  • Sauce kurz ziehen lassen, ggf mit einem Hauch griffigem Mehl binden,
  • mit Kräutern (Oregano,Thymian) verfeinern

Schmeckt gut an Nockerln, Spätzle, Nudeln oder Tortellini.

Samstag, 15. November 2008

Spaghettikürbis

Der Spaghettikürbis ist eine Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), ist zylindrisch und hat ein Gewicht von 1,5 bis 3,0 Kilogramm.

Zubereitungsvarianten:

1. Kochen

  • Im Ganzen in Salzwasser kochen (ca 45 Minuten je nach Größe).
    ACHTUNG: Vor dem Kochen Löcher in die Schale stechen, sonst kann er durch den entstehenden Dampfdruck explodieren!
    Herausnehmen, halbieren, Kerne entfernen, Fruchtfleisch mit der Gabel zu Spaghetti auflockern.
  • Halbiert, mit der Schale nach unten schwimmend

2. im Rohr

  • Im Ganzen, die Schale vorab mit einer Gabel mehrmals einstechen.
    Bei 180 °C (Umluft 160 °C) Garzeit etwa 1 Stunde,
    Garprobe machen: Mit der Gabel durch die Schale in das Fruchtfleisch stechen, sollte bissfest sein.
    Nicht zu lange garen, sonst wirds fade und zerfällt!
  • Halbiert (der Länge nach), Kerne entfernen, mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech.
    Bei 180 °C (Umluft 160 °C) Garzeit etwa 30 bis 45 Minuten
    Der Kürbis ist gar, wenn sich das Fruchtfleisch mit der Gabel einfach zu Spagetti auflockern lässt.
  • Geschält und Fruchtfleisch in Scheiben
    Bei 180 °C (Umluft 160 °C) Garzeit etwa 20 Minuten
  • Exotisch:
    Kürbis halbieren, mit Zwiebel, Pfeffer, Zimt und Honig füllen, Hälften wieder zusammenlegen, mit Alufolie umwickeln.
    Folie mehrfach perforieren, im Rohr durchbraten.

3. in der Mikrowelle

  • Halbieren, entkernen, mit der Schale nach unten, Schnittfläche mit mikrowellengeeigneter Kunststofffolie abdecken und bei hoher Stufe 6 - 8 Minuten garen (Garprobe!).

Der Spaghettikürbis schmeckt

  • wie Spaghetti gut mit verschiedenen Saucen,
  • oder nach Geschmack gewürzt,
  • oder als Eintopf.
  • Überbacken, zu diesem Zweck Fruchtfleisch in den Kürbishälftenmit der Gabel zu Spaghetti lockern, mit Salz und Pfeffer würzen, Gorgonzola und Parmesan darüber, und ca 7 Minuten bei 220 Grad überbacken.
  • Erkaltet als Salat mit Mayonaise oder Vinagrette,
  • oder als Salat roh gerieben. Enthält viel Wasser, deshalb mit Salatschleuder trockenschleudern!

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Brösel (für Topfennockerl oder Fruchtknödel)

Zutaten:
Butter, Semmelbrösel, grober Kristallzucker

Zubereitung:
- Butter erhitzen, aufschäumen lassen, leicht anbräunen
- Semmelbrösel in die schäumende Butter einrühren,
- groben Kristallzucker dazu rühren, vom Feuer nehmen, FERTIG!

Die gebräunte Butter gibt einen nussigen Geschmack, der grobe
Kristallzucker macht einen knusprigen Biss.

Montag, 21. Juli 2008

Linguine mit Zucchini, Rosinen und Pignoli

4 Portionen, Zubereitung ca 40 Minuten

Zutaten:
400 g Linguine
200 g kleine Zucchini
20 ml Olivenöl
80 g Pignoli
60 g Rosinen
80 ml Sherry trocken
80 ml Gemüsesuppe
1 Briefchen Safran
100 ml Schlagobers
2 Zweige Rosmarin

Zubereitung:
  1. Zuchini in kleine Würfel schneiden und
  2. in Olivenöl goldbraun braten.
  3. Pignoli und Rosinen zugeben und hell mitrösten.
  4. Mit Sherry ablöschen und mit Suppe aufgießen.
  5. Safran und Obers zugeben,
  6. die Sauce 1 Minute köcheln.
  7. Rosmarinnadeln abzupfen und
  8. in 1 EL Olivenöl kurz anbraten.
  9. Linguine in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abseihen und kurz abtropfen lassen.
  10. Linguine anrichten, mit Rosmarin garnieren.
Entdeckt in GUSTO 7/2008 Seite 28 (dort mit Spaghetti)

MARSHMELLOWS

24 Stück, Zubereitung ca 15 Minuten + 1 Stunde Trocknen

Zutaten:
280 g Staubzucker
2 Pkg. Vanillezucker11 Blatt Gelatine
150 ml Wasser
Lebensmittelfarbe (gelb oder anders)
etwas Kristallzucker


Zubereitung:
  1. Staubzucker und Vanillezucker vermischen.
  2. Gelatine im kalten Wasser einweichen, unter Rühren kurz aufkochen lassen,
  3. zum Zuckergemisch gießen.
  4. Mit dem Handmixer dickschaumig aufschlagen.
  5. Masse mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe einfärben und
  6. auf ein mit Kristallzucker bestreutes Blech streichen.
  7. Mit Kristallzucker bestreuen.
  8. 1 Stunde trocknen lassen, dann
  9. in Würfel schneiden.

Entdeckt in GUSTO 7/2008 Seite 75

Donnerstag, 1. Mai 2008

Tip (2): Niedrigtemperatur-Methode

Gourmet-Köche schwören darauf: Mit der Niedrigtemperaturmethode gelingt jeder Braten zart und saftig wie nie.

Näheres nachzulesen bei Margit Proebst!

Zucchini-Nudeln mit Haselnuss-Pesto

Zutaten (für 2 Personen):
PESTO:
80g Haselnüsse
2 Stk Knoblauchzehen
1 Zweig frischer Thymian
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g frisch geriebener Parmesan

NUDELN:
250g frische Bandnudeln
1 Zucchini (ca 200g)
30g Parmesan am Stück
Salz

Zubereitung:
  1. Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften.
  2. Abkühlen lassen und die Häutchen abreiben.
  3. Knoblauch schälen und hacken.
  4. Thymian waschen, die Blätter abstreifen.
  5. Nüsse, Knoblauch, Thymian und Öl mit 1/2 TL Salz und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer fein pürieren.
  6. In einem großen Topf Wasser für die Nudeln aufsetzen.
  7. Den Zuchini waschen und längs 2-3 mal tief einschneiden.
  8. Mit dem Schäler bandnudelförmige Streifen abhobeln.
  9. Sobald das Wasser kocht, salzen und die Nudeln darin nach Packungsangabe garen.
  10. 2 Minuten vor dem Ende der Garzeit die Zucchinistreifen hinzufügen.
  11. In einer vorgewärmten Schüssel das Haselnuss-Pesto mit e EL Nudeölkochwasser verrühren.
  12. Die Nudel-Zucchini-Mischung in ein Sieb abgießen und sofort mit dem Pesto mischen.
  13. Auf 2 Teller verteilen und mit dem Sparschäler Parmesanspäne darüber hobeln.

Die 30g frisch geriebener Parmesan lt. PESTO-Zutaten werden im Text der Zubereitung nicht erwähnt. Habe das Pesto ohne Parmesan zubereitet, war traumhaft! Mit Parmesan ist's vielleicht noch besser?

Entdeckt in GESUNDHEIT 04/08;
aus Margit Proebst "Petso - nicht nur zu Pasta", Edition Just Cooking, GU Verlag

Sonntag, 13. April 2008

Somloer Nockerln

Für 6 Portionen, Zubereitung ca 1 Stunde + 3 Stunden kühlen.

Zutaten:
Biskuit:
4 Eier
1/2 Packung Vanillezucker
Schale von 1/2 Zitrone
8 dag glattes Mehl
3 dag Walnüsse (gerieben)
1 dag Kakao
Salz

Rumwasser:
0,1l Wasser
10 dag Kristallzucker
Schale vopn 1/2 Zitrone
2 EL Rum
3 dag Marillenmarmelade

Nockerlcreme:
1/4 l Milch
1/2 Packung Vanillezucker
2 Dotter
1/2 EL glattes Mehl
5 dag Kristrallzucker

Schokosauce:
1/8 l Wasser
1 TL Vanillezucker
8 dag Kristallzucker
10dag Kochschokolade (grob gehackt)

1/4l Schlagobers

Zubereitung:
Biskuit (hell & dunkel):
  1. Backrohr auf 200°C vorheizen
  2. Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Eier in Dotter und Klar trennen.
  4. Dotter mit 3dag Zucker, Vanillezucker, abgeriebenen Zitronenschalen und etwas Salz chremig rühren.
  5. Eiklar mit restlichen 5 dag Zucker zu cremigem Schnee schlagen.
  6. 1/3 des Schnee in die Dottermasse einrühren.
  7. Mehl und restlichen Schnee unterheben.
  8. Biskuitmasse teilen.
  9. Eine Hälfte mit Nüssen und Kakao mischen.
  10. Beide Massen nebeneinander etwa fingerhoch auf das Backblech streichen und im vorgeheizten Rohr (mittlere Schiene) ca. 10 Minuten backen.
  11. Biskuit aus dem Rohr nehmen, mit Kristallzucker bestreuen und, angezuckerte Seite unten, auf ein Küchentuch stürzen.
  12. Biskuit auskühlen lassen.
  13. Backpapier abziehen.
Nockerlmasse schichten:
  1. Wasser mit Zucker und geriebener Zitronenschale aufkochen.
  2. Auskühlen lassen.
  3. Rum einrühren.
  4. Auflaufform (ca 1l) bereit stellen.
  5. Aus hellem und dunklem Biskuit je eine Scheibe in Größe der Auflaufform ausstechen.
  6. Helles Biskuit mit Marmelade betsreichen.
  7. Dunkles Biskuit in die Form legen und mit dem Rum-Zuckerwasser beträufeln.
  8. Milch mit Vanillezucker aufkochen.
  9. Dottermit Mehl und Zucker verrühren und in die kochende Milch gießen. Unter ständigem Rühren ca 1/2 Minute köcheln.
  10. Creme vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  11. Die Hälfte der Creme auf dem dunklen Biskuit verstreichen.
  12. Helles Biskuit (Marmeladeseite unten) darauf legen und vorsichtig andrücken.
  13. Restliche Creme glatt auf dem Biskuit verstreichen.
  14. Dicke Schichte Kakao darüber sieben.
  15. Auflaufform ca 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Schokosauce:
  1. Wasser mit Vanillezucker und Kristallzucker verrühren und aufkochen.
  2. Hitze reduzieren.
  3. Grob gehackte Kochschokolade zugeben und unter ständigem Rühren schmelzen.
  4. Mit einem Stabmixer aufschlagen.
  5. Auskühlen lassen.
Anrichten:
  1. Mit einem großen Löffel Nockerl aus der Masse ausstechen.
  2. Auf Teller setzen und mit Schokoladesauce und geschlagenem Obers garnieren.

Entdeckt in GUSTO 5/1998, Seite 66.

Montag, 24. März 2008

Bohnensuppe mit Curry

4 Portionen, Zubereitungsdauer ca 30 Minuten

Zutaten:
200g gekochte Bohnen rot
200g gekochte Bohnen weiß
100g Lauch
3-4 kleine Chillis (frisch oder getrocknet)
2 EL Butter
2 gehäufte EL Curry
1/8l Weißwein
500ml Gemüsesuppe
250g Sauerrahm
2 gehäufte EL Mehl (glatt)
2 gestrichene EL Korianda (Beeren, gerieben), oder Blätter (frisch)
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
  1. Bohnen kalt abspülen und abtropfen lassen.
  2. Lauch längs halbieren und ca 1/2 cm breite Ringe schneiden.
  3. Frische Chillis ggf. klein schneiden.
  4. Lauch in Butter anschwitzen.
  5. Curry (*) und Chillis einrühren.
  6. Mit Wein und Gemüsesuppe aufgießen.
  7. Suppe bei schwacher Hitze 5 Minuten köcheln.
  8. Rahm mit Mehl verrühren und in die Suppe einrühren.
  9. Suppe 5 Minuten weiter köcheln lassen.
  10. Mit Salz, Pfeffer, Koriander und Zitronensaft würzen.
  11. Bohnen einrühren und in der Suppe erwärmen.
(*) Curry ist nur bei uns in Europa eine gelbe Gewürzmischung mit charakteristischem Geschmack. Für Inder und Thais ist Curry der Sammelbegriff für unterschiedlichste Eintopfgerichte. Gewürzmischungen für Currys werden Masala genannt. Es gibt unendlich viele Varianten (siehe zB bei Chefkoch.de). In jeder Region, in jedem Ort, selbst in jedem Haushalt gibt's spezielle, oft wohl gehütete geheime Rezepte. Unter den Zutaten findet man oft Chili, Koriander, Minze, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma uvm.
Ich bereite dieses Gericht mit einer Gewürzmischung, die ich in einem Bazar in Südafrika erstanden habe. Der Geschmack ist unverwechselbar, die Mischung - geheim.
Und noch ein Tip:
Wie wär's mit Chilli aus der Wachau (Österreich)? Wer hätte gedacht, dass so etwas neben Marillen- und Mandelbäumen wächst?
Einfach mal rein schauen, in der Gärtnerei HICK.
Stark angelehnt an ein Rezept aus GUSTO 2/2008